Ausstellungen & Veranstaltungen

Lebendige Druckkunst

10. März bis 20. März 2022

Ausstellung zum Tag der Druckkunst 15. März

Teilnehmende Künstler:innen Maria Gilges, Bettina Guckler, Anna Christina Nendza, Maf Räderscheidt, Cornelia Schweinoch-Kröning, Christoph Wanner-Krause, Gast: Alicia Zamora Noguera

Seit 2018 gehört Druckgrafik – dank intensiver Bemühungen verschiedener BBK-Verbände – zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Grund genug, dies zu feiern und vor allem praktisch erlebbar zu machen.

Der Tag der Druckkunst 2022 wird am 15. März begangen. Aufgerufen sind wieder Künstler*innen, Druckwerkstätten, Museen, Kunstvereine, Kunsthochschulen und andere Akteure, an diesem Tag (und in der Woche davor und danach) sich mit Veranstaltungen wie Symposien, Ausstellungen oder Kursen zu beteiligen, die das immaterielle Kulturerbe einem interessierten Publikum nahebringen und zur Würdigung traditioneller Drucktechniken beitragen wollen.

Die diesjährige Ausstellung zum Tag der Druckkunst zeigt sieben Positionen zu dem weitgefassten Thema Portrait, die mit unterschiedlichen Drucktechniken entstanden sind.

Bettina Guckler inszeniert das Portrait als Symbol für menschliches Dasein. Der Mensch - inmitten seiner selbstgemachten Katastrophen. Die auf farbigem Papier gedruckte Serie „Stop!“ soll an Plakate und Werbeprospekte erinnern, mit denen permanent zum Konsum verleitet wird.

Die über mehrere Jahre mit unterschiedlichen Drucktechniken entstandene Werkreihe von Maf Räderscheidt beschäftigt sich mit Eifersucht. Den Abschluss bildete dann der Linolschnitt vom „Totentanz“. Die Flutkatastrophe im Juli 2021 hat das komplette Werk fortgespült und es blieben einige wenige Arbeiten daraus als Probedrucke bestehen, die wir in dieser Ausstellung zeigen dürfen.

Anna Christina Nendza und Cornelia Schweinoch-Kröning zeigen Abbilder von Tieren. Schon lange sind Tiere häufige Akteure in Nendza's Arbeiten, in früheren Gemälden oft vermenschlicht. Fasziniert von der Tatsache, dass die Gans dem Menschen einerseits so nah scheint, er sich scheinbar mit ihr identifiziert, sie jedoch rein äußerlich kaum zu uns Menschen passt, blieb die Gans im Laufe der Jahre ein häufig wiederkehrendes Motiv ihrer abstrakter werdenden Bilderwelt. Cornelia Schweinoch-Kröning portraitiert die Lebewesen, die ihr auf ihren Reisen, im Garten oder auf dem Gang durch die Natur begegnet sind, darunter finden sich Insekten, Vögel und auch Pulpos.

Maria Gilges und Christoph Wanner-Krause schufen fiktive Portraits. Christoph Wanner-Krause setzt in seiner Werkreihe im Kontrast zu den abstrakt wirkenden Gesichtern asiatisch anmutende Schriftzeichen. Maria Gilges malt, zeichnet, übermalt Porträts, nähert sich hier mit dem Linoldruck ihren Protagonisten. Viele der hier gezeigten Arbeiten entstanden nach Motiven des Buches "Kleider der Natur", auf das sie zufällig stieß. Maria Gilges beschäftigt sich intensiv mit den Gesichtern, in die sie dort blickt. Damit kein Mißverständnis entsteht: Die Ethnie steht nicht im Vordergrund, es ist das Individuum.

Alicia Zamora Noguera ist eine nicaraguanische Künstlerin, die lange Zeit in der Druckwerkstatt der Casa de los Tres Mundos tätig war. Sie zeigt in der Ausstellung auf Landkartenpapier gedruckte Holzschnitte. Sie macht in ihrer Werkreihe "La pieza indígenas reducios a souvenirs" auf die durch die Kolonialisierung entstandene Situation der indigenen Völker Mittel- und Südamerikas aufmerksam, indem sie mit ihren Werken Bezug nimmt auf traditionelle Darstellungen von Göttern, Schamanen und Zauberern - Symbole, die heutzutage von nichtsahnenden Touristen in Einkaufmalls und Flughafen-Shops käuflich zu erwerben sind und dadurch an Bedeutung verloren haben.

Kuratorin Karin Dörre

Werkfotos Maria Gilges, Christoph Wanner-Krause, Cornelia Schweinoch-Kröning, Anna Christina Nendza, Maf Räderscheidt, Alicia Zamora Noguera (von oben nach unten)

Ausstellungseröffnung

Zu der Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 10. März 2022 um 19:30 Uhr sind Sie und Ihre Freunde herzlich eingeladen!

Begrüßung Karin Dörre, BBK Düsseldorf

Grußworte Philipp Schlee, Bezirksbürgermeister Düsseldorf-Flingern

Einführung Jannine Koch, Künstlerin, Lehrbeauftragte für Lithografie an der Universität Duisburg-Essen (bis 2021)

Führung durch die Ausstellung

Wir bieten am Sonntag, 20.3.2022 um 16:30 Uhr eine Führung durch die Ausstellung an - mit den teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern.

Der Eintritt ist frei!

Öffnungszeiten

Do von 17:00 bis 20:00 Uhr

Sa/So jeweils von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Eintritt frei!

Einlass nur unter Berücksichtigung der zu diesem Zeitpunkt gültigen Vorschriften zur Einschränkung der Corona-Pandemie!

Ort BBK Kunstforum Düsseldorf, Birkenstr. 47, 40233 Düsseldorf

Die Ausstellung wird gefördert vom Kulturamt Düsseldorf und gesponsert von boesner Düsseldorf. Die Ausstellung ist Teil der vom BBK-Bundesverband initiierten Projektreihe zu dem Tag der Druckkunst https://www.tag-der-druckkunst.de/